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KFZ Versicherung für Senioren: Stiftung Warentest gibt Tipps zum Sparen

Die Autoversicherung wird für Senioren ab dem 60. Lebensjahr schlagartig teurer. Ein 55-jähriger zahlt laut Stiftung Warentest nur rund halb so viel wie ein 75-Jähriger. Deshalb gegen die Verbraucherschützer Ratschläge, wie sich die Beiträge auch für ältere Leute senken lassen.

Senioren haben durch ihre große Fahrerfahrung eigentlich einen Vorteil gegenüber jüngeren Fahrern. Bleiben ein älterer Kunde lange Jahre unfallfrei, steigt er viele Schadenfreiheitsklassen auf – die Prämien werden also immer geringer. Demgegenüber steht aber das höhere Unfallrisiko von Senioren, das die Statistik der Versicherer belegt. Ähnlich wie Fahranfängern wird älteren Autofahrern ein höheres Risiko attestiert. Die Versicherer gehen zum Beispiel davon aus, dass die Reaktionsschnelligkeit nachlässt und eventuell Medikamente das Autofahren beeinträchtigen können. Selbst rüstige Rentner sind nicht vor Beitragserhöhungen gefeit, weil das individuelle Risiko keine Rolle spielt – stattdessen ist vielmehr die statistische Unfallgefahr einer bestimmten Altersgruppe ausschlaggebend.

Fahrzeug auf jüngeren Partner umschreiben

Auto auf Geldscheinen - Symbol

Bild: © vege – fotolia.com

Stiftung Warentest findet, dass „ältere Fahrer zur Kasse gebeten werden“. Damit müssten sich Senioren zwar einerseits abfinden – auf der anderen Seite können die Beiträge zumindest einigermaßen reduziert werden. So rät Stiftung Warentest Paaren, das Auto auf den jüngeren Partner umzuschreiben.

Als Beispiel nennen die Experten einen 70-jährigen Mann und dessen 62-jährige Frau. Bislang war das Fahrzeug auf den älteren Partner gemeldet. Der Jahresbeitrag bei der günstigen Direct Line KFZ-Versicherung lag bei 449 Euro. Schreibt das Paar den Wagen auf die acht Jahre jüngere Frau um, ist eine Ersparnis von 76 Euro pro Jahr möglich. Der Mann darf trotzdem der Halter des Fahrzeugs bleiben und die Schadenfreiheitsklassen gehen nicht verloren.

Günstige KFZ Versicherer für Senioren

Außerdem ruft Stiftung Warentest zu einem Vergleich der Autoversicherungen auf. Nicht selten ist eine dreistellige Ersparnis zwischen günstigen und teuren Anbietern möglich. Senioren können sich nicht nur an individuellen Vergleichsrechnern, sondern auch an den Testergebnissen aus der Zeitschrift Finanztest 11/2015 orientieren. In dem Heft präsentiert Stiftung Warentest sehr günstige KFZ Versicherungen für 70-jährige Kunden. Nur wenige Versicherer sind in allen drei Bereichen (Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko) weitaus günstiger als die Konkurrenz. Darunter befinden sich die Allianz und ihre Tochter Allsecur. Auch die Baden Badener und Deutsche Allgemeine, die ihre Produkte gemeinsam vertreiben, können glänzen. Der Direktversicherer Direct Line stellt sich ebenfalls als sehr preiswert heraus. Für einen „Grundschutz“ empfehlen sich jeweils diese Tarife:

  • Allsecur: Basis
  • Direct Line: Basis

Für anspruchsvollere Kunden sind diese Angebote besonders günstig:

  • Allianz: Mein Auto Digital +
  • Allsecur: Komfort oder Premium
  • Baden Badener / DA : Komfort

Mögliche Rabatte für Rentner

Allerdings ist für viele Kunden der nächste Wechsel erst zum 1. Januar 2017 möglich (vorausgesetzt, der Vertrag beginnt am Anfang des Jahres). Deshalb gibt Stiftung Warentest weitere Tipps, wie sich die Prämien schnell reduzieren lassen. Zum einen könnten durch Fahrsicherheitstrainings Rabatte beansprucht werden. Zum anderen sollten Senioren ihre jährliche Fahrleistung überprüfen. Wer weniger auf der Straße unterwegs ist als früher, kann sparen. Außerdem können die Beiträge durch eine Werkstattbindung an eine Partnerwerkstatt um mehr als 10 Prozent gesenkt werden.

Insbesondere bei älteren KFZ Versicherungen hält Stiftung Warentest einen Vergleich für sinnvoll. Langjährige Verträge sind nicht selten überteuert, so dass ein Wechsel des Versicherers empfehlenswert sein kann.

Nur wenige Telematik-Tarife für Ältere

Eine weitere Möglichkeit zur Ersparnis bieten Telematik-Tarife. Bei ihnen berechnen sich die Beiträge nicht nur nach der Statistik, sondern insbesondere nach dem individuellen Fahrverhalten. Senioren können mit Hilfe einer Box nachweisen, dass sie sicher fahren. Solche Produkte, die Einsparungen von durchschnittlich 10 bis 25 Prozent ermöglichen, sind bislang oft nur Fahranfängern vorenthalten. Laut Stiftung Warentest bieten bislang nur VHV und Admiral Direkt Telematik-Tarife auch für Senioren an.