Vollkaskoversicherung

Im Falle eines Unfalls werden viele Schäden der KFZ-Haftpflichtversicherung übernommen, nur nicht jene am eigenen Auto. Diese Schäden am eigenem Auto durch Natur, Dritte oder eigenes Verschulden werden in den Kaskoversicherungen geregelt. Während die Teilkasko nur Schäden reguliert, die keinem Verkehrsteilnehmer zuzuschreiben sind (z.B. Hagel, Steinschlag, Diebstahl oder Wind), übernimmt die Vollkaskoversicherung alle Schäden.

Symbol für Vollkasko

Das heißt, die Vollkaskoversicherung übernimmt alle Schäden die am eigenen Fahrzeug entstehen, sei es selbst- oder fremdverschuldet übernimmt, solange Sie sich nicht grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten handelt.

Was zahlt die Vollkasko nicht?

Typische Fälle wo die Vollkaskoversicherung nicht zahlen würde, wären Unfälle unter unter Drogen- oder Alkoholeinfluss oder wenn Sie während einer Führerscheinsperre trotzdem gefahren sind.

Während früher alle Schäden übernommen wurden, wird mittlerweile in Prozenten, je nach Vorfall abgestuft. So kann es sein, dass der Versicherer Ihnen nur 20%, 40% oder 80% zahlt. Weitere Bestandteile des Vollkaskoschutzes sind auch Regulierung des Zahlungsausfalls Dritter oder Vandalismus durch Unbekannte. Sie sollten vorher genau die Versicherungsbedingungen durchlesen, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, da es hier sehr viel Variation zwischen den Tarifen und Gesellschaften gibt.
KFZVersicherungen.org Tipp: Günstigste Kfz-Versicherung mit Vollkasko für 2016 finden:

Vollkasko oder Teilkasko?

Diese fast allumfassende Schadensregulierung einer Vollkaskoversicherung spiegelt sich im Preis wieder und ist dementsprechend teurer als die Teilkaskoversicherung. Das liegt vor allem an einem anderen Prämienkalkulationssystem. Der Beitrag richtet sich wie bei der KFZ-Haftpflichtversicherung nach dem Fahrzeugtyp, Fahrgewohnheiten des Fahrers und den Schadenfreiheitsrabatten.

Fahrer die schon lange unfallfrei fahren sind dementsprechend in einer anderen Schadenfreiheitsklasse und die Prämie wird mit einem anderen Hebesatz berechnet. Dadurch macht es Sinn eine Selbstbeteiligung bei der Vollkaskoversicherung zu vereinbaren. Dadurch fällt der Beitrag geringer aus und Sie können kleinere Schäden selber regulieren und fallen nicht in Ihrer Schadenfreiheitsklasse zurück. Teilkaskoschäden sind jedoch von der Berechnung der Schadenfreiheitsklasse ausgenommen, also müssen Sie sich keine Sorgen über naturverursachte Schäden machen.

Wann rentiert sich die Vollkaskoversicherung?

In der Regel machen Vollkaskoversicherungen am meisten Sinn bei Neuwagen bis zu einem Alter von 6 Jahren, da hier der Wert des Autos noch recht hoch ist im Vergleich zu älteren Gebrauchtwagen. Die Reparaturkosten sowie der Wertverlust fallen meist höher aus.

Beim Leasing sollten Sie auch eine Vollkaskoversicherung bevorzugen, da Sie womöglich komplett auf den hohen Regulierungskosten beim Schaden sitzen bleiben.

Sollten Sie viele Jahre unfallfrei Autofahren und einen hohen Schadenfreiheitsrabatt haben, lohnt es sich immer die Versicherung zu überprüfen. Durch die kleinen Hebesätze der Schadenfreiheitsklasse kann es durchaus sein, dass die Vollkaskoversicherung weniger kostet als eine Teilkaskoversicherung. Dies können Sie bequem online berechnen lassen.


Bilder: © DOC RABE Media – fotolia.com